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Einschulungsgeschenke: Was Paten, Großeltern und Gäste schenken

Die Einschulung ist einer der wenigen Anlässe, bei denen viele Menschen gleichzeitig schenken: Eltern, Paten, beide Großelternpaare, manchmal Geschwister, dazu die Gäste der Feier. Das Ergebnis ist häufig ein Tisch voller Dinge, von denen sich drei ähneln.

Hilfreich ist deshalb weniger eine weitere Ideenliste als die Frage, wer eigentlich welche Rolle hat. Paten schenken traditionell anders als Nachbarn, Großeltern anders als Gäste.

Dieser Artikel sortiert nach Schenkendem. Wenn du eher wissen möchtest, welche Geschenke sich generell eignen und was in die Schultüte gehört, steht das im Artikel „Was schenkt man zur Einschulung?" — verlinkt am Ende.

Wer schenkt zur Einschulung was?

In den meisten Familien hat sich eine stille Arbeitsteilung eingespielt, auch wenn sie selten ausgesprochen wird.

Die Eltern übernehmen die Ausstattung: Ranzen, Federmäppchen, Sportbeutel — und die Schultüte selbst, oft mit einem gebastelten oder gekauften Mantel und dem Inhalt.

Paten steuern das persönlichere, meist größere Geschenk bei. Sie haben die Freiheit, etwas zu schenken, das nicht sofort nützlich sein muss.

Großeltern finanzieren häufig die größere praktische Anschaffung — Schreibtisch, Stuhl, Fahrrad — oder etwas, das bleibt.

Gäste der Einschulungsfeier bringen die kleine Geste mit, im Bereich von 10 bis 25 Euro.

Diese Aufteilung ist keine Vorschrift, sondern eine Orientierung. Sie funktioniert vor allem dann, wenn sie einmal kurz besprochen wurde — dazu weiter unten mehr.

Paten: das Geschenk mit Bedeutung

Patinnen und Paten stehen dem Kind nah, gehören aber nicht zum Alltag. Genau daraus entsteht ihr Spielraum: Sie können etwas schenken, das erst später verstanden wird.

Bewährt hat sich alles, was den Übergang markiert. Ein Füller mit Gravur zum Beispiel, der die ersten Schuljahre begleitet. Eine erste Armbanduhr, passend dazu, dass der Schulalltag der erste Lebensbereich mit festen Zeiten ist. Oder ein Buch mit persönlicher Widmung auf der ersten Seite.

Stärker noch wirken Geschenke, die eine Fortsetzung haben: ein Brief, der zu einem festgelegten späteren Geburtstag geöffnet wird. Ein jährlicher Ausflug zu zweit, der mit dem Schulanfang beginnt. Eine Geschichte, die weitergeht.

Üblich sind bei Paten 50 bis 150 Euro, abhängig von Verhältnis und eigener Situation. Wichtiger als der Betrag ist, dass das Geschenk nicht alle anderen in den Schatten stellt — das bringt Eltern und Gäste in eine unangenehme Lage.

  • Füller oder Schreibset mit Gravur

    Begleitet die ersten Schuljahre und ist gleichzeitig personalisiert. Auf eine kindgerechte Griffform achten, nicht auf das teuerste Modell.

  • Erste Armbanduhr

    Analog, damit das Kind nebenbei die Uhr lernt. Passt zum Schulalltag als erstem Bereich mit festen Zeiten.

  • Ein Brief für später

    Handgeschrieben, mit einem Öffnungsdatum versehen. Kostet nichts und wird oft jahrzehntelang aufgehoben.

  • Eine Geschichte über den ersten Schultag

    Nimmt Anspannung, weil das Kind Bilder für das bekommt, was auf es zukommt — besonders wirksam, wenn es selbst darin vorkommt.

  • Ein Ausflug als beginnende Tradition

    Ein Tag zu zweit, angekündigt als etwas, das sich jedes Jahr wiederholt. Kinder erinnern sich an Erlebnisse deutlich länger als an Gegenstände.

Großeltern: zwischen nützlich und Herzenssache

Großeltern übernehmen häufig die größere Anschaffung. Das ist praktisch und wird von Eltern meist dankbar angenommen — vorausgesetzt, es ist abgesprochen.

Denn hier passiert der häufigste Fehlgriff: Der Schulranzen ist fast immer längst gekauft, wenn die Einschulung ansteht, und wurde vom Kind selbst mit ausgesucht. Wer nicht ausdrücklich damit beauftragt wurde, sollte etwas anderes wählen.

Gut funktionieren stattdessen der Arbeitsplatz — Schreibtisch, ein mitwachsender Stuhl, eine ordentliche Lampe —, Fahrrad oder Roller für den Schulweg, oder ein Zuschuss zu etwas, das die Eltern ohnehin planen.

Daneben gibt es die andere Kategorie: das Geschenk, das nicht nützlich sein soll. Gerade Großeltern, die weiter weg wohnen, erreichen ein Kind stärker über etwas Persönliches als über den größten Karton. Eine aufgenommene Geschichte mit der eigenen Stimme, ein Fotoalbum, ein handgeschriebener Brief — solche Dinge wirken zwischen den Besuchen weiter.

Üblich sind 50 bis 150 Euro, bei zwei Großelternpaaren gern abgestimmt, damit nicht zweimal dasselbe kommt.

Gäste der Feier: die kleine Geste

Wer zur Einschulungsfeier eingeladen ist, ohne zur engsten Familie zu gehören, liegt mit 10 bis 25 Euro richtig. Mehr setzt andere Gäste unter Druck.

Die Kunst besteht darin, etwas zu finden, das sich nicht mit dem Schultüteninhalt doppelt. Stifte, Radiergummis und Brotdosen sind in dreifacher Ausführung vorhanden, sobald mehrere Gäste dieselbe Idee hatten.

Sicherer sind Dinge, die verbraucht werden oder eindeutig einzeln vorkommen: ein Buch zum Vorlesen oder Selberlesen, ein einfaches Kartenspiel für die Zeit nach den Hausaufgaben, Bastelmaterial, ein Gutschein für etwas Gemeinsames.

Süßigkeiten sind gut gemeint, aber am Einschulungstag reichlich vorhanden. Wenn überhaupt, dann klein und nicht als Hauptteil des Geschenks.

Und ein praktischer Hinweis: Eine Karte mit ein, zwei handgeschriebenen Sätzen an das Kind — nicht an die Eltern — bleibt erfahrungsgemäß länger in Erinnerung als das Geschenk selbst.

Doppelungen vermeiden: einmal kurz absprechen

Der einfachste Weg zu einem stimmigen Geschenketisch ist eine kurze Nachricht an die Eltern. Das gilt nicht als unhöflich, sondern als aufmerksam — und die meisten Eltern sind sichtlich erleichtert, gefragt zu werden.

In vielen Familien übernimmt eine Person die Koordination und führt eine formlose Liste: Wer schenkt was, was fehlt noch, was ist schon doppelt angekündigt. Das ist unromantisch und spart am Tag selbst viel Verlegenheit.

Eine zweite Möglichkeit ist das Bündeln: Wenn mehrere Personen ähnlich viel ausgeben wollen, lässt sich daraus ein größeres Geschenk machen — das Fahrrad, der Schreibtisch, ein Kurs. Für das Kind ist ein Geschenk, das wirklich etwas verändert, mehr wert als vier mittelgroße.

Und wenn doch etwas doppelt ankommt: Die meisten Händler tauschen ungeöffnete Ware um. Personalisierte Geschenke allerdings nicht — bei ihnen entfällt das gesetzliche Widerrufsrecht, weil sie für niemanden sonst verwendbar sind. Gerade dort lohnt die Absprache vorher doppelt.

Häufige Fragen

Was schenken Paten zur Einschulung?

Traditionell das persönlichere, größere Geschenk: ein Füller mit Gravur, eine erste Armbanduhr oder ein Buch mit Widmung. Ebenso passend sind Geschenke mit Fortsetzung — ein Brief für später oder ein jährlicher Ausflug, der mit dem Schulanfang beginnt. Üblich sind 50 bis 150 Euro.

Wie viel Geld schenken Großeltern zur Einschulung?

Meist 50 bis 150 Euro, häufig in Form einer größeren praktischen Anschaffung wie Schreibtisch, Stuhl oder Fahrrad. Bei zwei Großelternpaaren lohnt eine Absprache, damit nicht zweimal dasselbe kommt.

Was schenkt man als Gast zur Einschulungsfeier?

10 bis 25 Euro sind üblich. Am besten etwas, das sich nicht mit dem Schultüteninhalt doppelt: ein Buch, ein einfaches Kartenspiel, Bastelmaterial oder ein Gutschein für etwas Gemeinsames. Stifte und Brotdosen sind erfahrungsgemäß mehrfach vorhanden.

Wie vermeidet man doppelte Geschenke zur Einschulung?

Mit einer kurzen Nachricht an die Eltern, die meist eine formlose Liste führen. Wer ähnlich viel ausgeben will wie andere, kann außerdem bündeln und daraus ein größeres gemeinsames Geschenk machen. Wichtig ist das besonders bei personalisierten Geschenken, die sich nicht umtauschen lassen.

Sollten Großeltern den Schulranzen schenken?

Nur nach ausdrücklicher Absprache. Der Ranzen ist fast immer schon gekauft, wenn die Einschulung ansteht, und wurde vom Kind selbst mit ausgesucht. Schreibtisch, Stuhl, Lampe oder ein Fahrrad für den Schulweg sind die sichereren Alternativen.

Etwas, das kein anderer Gast mitbringt

Ein Hörspiel, in dem das Kind den ersten Schultag selbst erlebt und meistert — mit seinem Namen und deiner persönlichen Botschaft.

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